Gestern wurde in Weyer ein Schaf tot aufgefunden. Nach derzeitiger Einschätzung handelt es sich dabei vermutlich um einen Riss durch einen Wolf. Das Veterinäramt des Kreises Euskirchen hat Proben entnommen und zur DNA-Analyse eingeschickt, um den Verursacher eindeutig festzustellen.
Auch wenn ein solcher Vorfall verständlicherweise Sorgen auslösen kann, ist es wichtig zu betonen: Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr. Wölfe sind sehr scheue Wildtiere und meiden den Menschen – sowohl Erwachsene als auch Kinder. Seit der Rückkehr des Wolfs nach Deutschland gibt es keine bestätigten Angriffe auf Menschen.
Hinweis für Hundebesitzer: In Wolfsgebieten ist es sinnvoll, Hunde vorsorglich an der Leine zu führen, insbesondere kleine Hunde oder in der Nähe von Weiden. So werden Hund und Mensch geschützt, und mögliche Konflikte mit Wölfen wie auch anderen Wildtieren werden vermieden.
Schutz für Nutztiere (Schafe, Enten etc.):
Um das Risiko für Nutztiere zu minimieren, können Herden und Weidetiere aktiv geschützt werden durch:
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wolfsabweisende Zäune,
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Herdenschutzhunde oder
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engmaschige Betreuung der Tiere.
Trotzdem sinnvoller Umgang:
Wie bei Wildschweinen oder Füchsen gilt:
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Kinder nicht unbeaufsichtigt nachts im Feld spielen lassen,
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keinen Wolf anlocken oder füttern,
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Abstand halten, wenn man einen sieht.

Bild mit KI erstellt
