#weyer_eifel
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    Höchster Punkt im Stadtgebiet Mechernich / Brehberg 525m
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    Brehberg 525m
    Weyerer Wald
    Weyer in der Eifel
    Feuerwehrgerätehaus Weyer
    Pfarrkirche St. Cyriakus
    Kriegerdenkmal und Jubiläumsstele

    Neues Wahrzeichen direkt neben der Kirche St. Cyriakus

    Einige haben es in den vergangenen Wochen bereits gesehen und sich vielleicht gefragt: Was wird denn nun schon wieder oben an der Kirche gebaggert?

    Die Antwort ist für die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Weyer eine ganz besondere: Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses steht bevor. Nach vielen Jahren der Diskussion, der Suche nach einer geeigneten Lösung und zahlreichen Gesprächen wird das Vorhaben nun sichtbar.

    „Ich glaub es erst, wenn ich die Bagger sehe.“ Diesen Satz konnte man in den vergangenen Jahren immer wieder von den Feuerwehrleuten hören, wenn es um ein neues Gerätehaus ging. Jetzt sind die Bagger tatsächlich da – und damit wird aus dem lange geplanten Vorhaben Realität.

    Die Bauarbeiten schreiten voran

    Auf dem Gelände neben der Kirche St. Cyriakus laufen die vorbereitenden Arbeiten für das neue Feuerwehrgerätehaus. Dabei stellt insbesondere der felsige Untergrund alle Beteiligten vor Herausforderungen und macht die Arbeiten nicht immer einfach.

    Die vorbereitenden Erdarbeiten werden von der Weyerer Firma Arns durchgeführt. Das Gelände wird so hergerichtet, dass die Voraussetzungen für die anschließenden Hochbauarbeiten geschaffen werden. Die Arbeiten sind noch nicht vollständig abgeschlossen. Wenn alles nach Plan verläuft, sollen die Hochbauarbeiten im November beginnen.

    Nach Abschluss der Hochbauarbeiten soll auch die Zufahrtsstraße erneuert werden. Damit diese durch schwere Baumaschinen nicht erneut beschädigt wird, ist vorgesehen, die Arbeiten erst dann durchzuführen, wenn diese nicht mehr auf die Zufahrt angewiesen sind. Auch die Parkplätze an der Kirche sollen anschließend wiederhergestellt werden – in einer ähnlichen Anzahl wie bisher.

    Die Zeiten, in denen Feuerwehrgerätehäuser weitgehend in Eigenleistung errichtet wurden, sind heute größtenteils vorbei. Umfangreiche Normen, Vorschriften und technische Anforderungen machen bei einem modernen Feuerwehrgebäude den Einsatz entsprechender Fachfirmen erforderlich.

    Erfreulich ist dabei, dass die am Bau beteiligten Unternehmen aus dem Stadtgebiet Mechernich beziehungsweise aus dem Kreis Euskirchen stammen. Damit bleibt ein großer Teil der Wertschöpfung unmittelbar in der Region. Auch für die Kameradinnen und Kameraden wird es während der weiteren Bauphase und beim späteren Einrichten des neuen Gerätehauses noch genügend Möglichkeiten geben, selbst mit anzupacken.

    Baustellen dieser Größenordnung bringen allerdings auch Einschränkungen für das Umfeld mit sich. Wie Ortsbürgermeister Björn Wassong nach einem Ortstermin mit dem städtischen Bauleiter mitteilte, wird es während der Bauphase zeitweise zu Sperrungen des Parkstreifens an der Kirche und des Weges zum Friedhof kommen. Auch beim St.-Martinsfeuer sind aufgrund der Baustellensituation Einschränkungen zu erwarten. Der Untergrund kann unbefestigt und bei schlechtem Wetter matschig sein. Die Verantwortlichen hoffen, dass sich die damit verbundenen Unannehmlichkeiten für die Anwohner und Besucher in Grenzen halten.

    Viele Jahre auf der Suche nach einem Standort

    Der Bedarf an einem neuen Feuerwehrgerätehaus besteht in Weyer bereits seit vielen Jahren. Erstmals öffentlich in der lokalen Presse kommuniziert wurde das Thema im Jahr 2020. Damals ging es zunächst noch um die Frage, ob das bestehende Gerätehaus im Kirchenweg saniert und damit für die Zukunft fit gemacht werden könnte.

    In den folgenden Jahren wurde das Thema immer wieder aufgegriffen und diskutiert. Eine Sanierung des bestehenden Gebäudes erwies sich jedoch zunehmend als keine zufriedenstellende Lösung. Insbesondere die schwierige Parkplatzsituation am bisherigen Standort ließ sich im Zuge einer Sanierung nicht dauerhaft lösen.

    Ortsbürgermeister Björn Wassong sowie die Verantwortlichen der Löschgruppe Weyer setzten sich über viele Jahre bei der Stadt Mechernich für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses ein. Auch Ullrich Werner, der das Amt des Löschgruppenführers bis vor wenigen Jahren innehatte, engagierte sich für das Vorhaben. Heute wird die Löschgruppe Weyer von Löschgruppenführer Nico Schmitz und seinen beiden Stellvertretern Mario Wielspütz und Julian Lock geführt.

    Die Suche nach einem geeigneten Standort gestaltete sich schwierig. Über einen längeren Zeitraum wurden zahlreiche Möglichkeiten innerhalb von Weyer in Betracht gezogen und diskutiert. Dabei gab es durchaus Standorte, die aus verschiedenen Gründen wünschenswert gewesen wären. Allerdings zeigte sich im Laufe der Überlegungen, dass nicht alle Möglichkeiten tatsächlich umsetzbar waren. Die Verfügbarkeit der Grundstücke, die jeweiligen Grundstücksverhältnisse und die Anforderungen an einen modernen Feuerwehrstandort schränkten die Auswahl ein.

    Letztlich ging es darum, eine Lösung zu finden, die nicht nur den Anforderungen der Feuerwehr gerecht wird, sondern auch tatsächlich realisiert werden kann. Nach Abwägung der verschiedenen Möglichkeiten fiel die Entscheidung schließlich auf das Gelände direkt neben der Kirche St. Cyriakus. Das dafür benötigte Kirchenland wurde von der Stadt erworben und schuf damit die Voraussetzung für den Neubau.

    Auch wenn bei einer solchen Standortentscheidung nicht zwangsläufig alle persönlichen Vorstellungen und Wünsche erfüllt werden können, bietet der gewählte Standort die Möglichkeit, das seit vielen Jahren notwendige Projekt endlich umzusetzen.

    Warum ein neues Gerätehaus notwendig ist

    Das bisherige Feuerwehrgerätehaus im Kirchenweg ist in den vergangenen Jahren zunehmend an seine Grenzen gekommen. Die Feuerwehrfahrzeuge sind im Laufe der Jahrzehnte größer, breiter und länger geworden. Die Platzverhältnisse reichen deshalb nicht mehr aus, um den heutigen Anforderungen an einen modernen Feuerwehrstandort gerecht zu werden.

    Besonders deutlich wird das bei den Umkleidemöglichkeiten. Das Umkleiden direkt neben den Fahrzeugen war aufgrund des begrenzten Platzes teilweise mit erheblichen Schwierigkeiten und auch mit Gefahren verbunden. Im Neubau sind deshalb getrennte Umkleide- und Sanitärräume für Frauen und Männer vorgesehen. Auch die Anforderungen an eine zeitgemäße Unterbringung der Einsatzkleidung lassen sich dort besser berücksichtigen.

    Das neue Gerätehaus bietet Platz für zwei Feuerwehrfahrzeuge. Hinzu kommen ein geräumiger Schulungsraum sowie Lager- und Abstellräume. Dadurch können Ausrüstung und Material künftig geordnet untergebracht werden, statt mangels Platz an verschiedenen Stellen im Gebäude zu stehen.

    Eine weitere wesentliche Verbesserung ist der direkt angeschlossene Parkplatz, der ausschließlich den Feuerwehrangehörigen im Einsatzfall zur Verfügung steht. So können sie ihre Fahrzeuge schnell und unkompliziert abstellen und ohne Zeitverlust zum Gerätehaus gelangen.

    Am bisherigen Standort im Kirchenweg war das nicht immer gewährleistet. Wenn im Bereich des Bürgerhauses oder im Dorf Veranstaltungen stattfanden, war die Parkplatzsituation häufig angespannt. Für die Feuerwehrleute stellte sich dann die Frage, wo sie ihre Fahrzeuge abstellen konnten – obwohl gerade im Einsatzfall jede Sekunde zählt.

    Auch das umliegende Gelände bietet Vorteile: Es schafft ausreichend Platz für Übungen und Bewegungsflächen, ohne dass der Übungsbetrieb die unmittelbare Nachbarschaft unnötig beeinträchtigt.

    Ein wichtiger Schritt für Weyer

    Mit dem neuen Feuerwehrgerätehaus erhält Weyer eine zeitgemäße Infrastruktur, die den Anforderungen der Freiwilligen Feuerwehr langfristig besser gerecht wird. Dass der Ort auch größere Bauprojekte gemeinsam meistern kann, hat sich bereits bei der Erneuerung der Hauptstraße gezeigt.

    Wenn alles nach Plan verläuft, beginnen im November die Hochbauarbeiten. Damit rückt die Verwirklichung des neuen Feuerwehrgerätehauses einen weiteren Schritt näher.

    Die Bagger sind da. Und damit darf in Weyer jetzt tatsächlich geglaubt werden, dass das neue Feuerwehrgerätehaus kommt.

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