#weyer_eifel
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    Zurück zu den Wurzeln: Wibbelstetz kommt nach Weyer

    Wenn in der Eifel über Musik gesprochen wird, die Heimatgefühl, Humor, Dialekt und Lebensfreude vereint, dann fällt seit Jahrzehnten ein Name: Wibbelstetz. Kaum eine andere Gruppe hat die regionale Mundartmusik so geprägt wie diese Band, deren Lieder Generationen begleitet haben. Was viele außerhalb der Region nicht wissen: Die Geschichte von Wibbelstetz beginnt nicht irgendwo – sie beginnt in Weyer.

    Gerade deshalb besitzt der Auftritt der Band am 06. Juni 2026 eine ganz besondere Bedeutung. Beim großen Jubiläumskonzert zum 100-jährigen Bestehen des SV Concordia Weyer kehrt Wibbelstetz an den Ort zurück, an dem alles begann. Beim Open-Air-Konzert am Sportpark am Weyerstein treffen Vergangenheit, Gegenwart und Heimatgefühl aufeinander.

    Die Gründung reicht zurück in das Jahr 1984. Damals wurde Wibbelstetz von Günter Hochgürtel aus Vollem gemeinsam mit Linus Krämer und Mario Derichs aus Weyer ins Leben gerufen. Die ersten Klänge der Band waren aus dem Proberaum im Elternhaus von Linus Krämer zu hören. Damit liegen die Ursprünge der Band mitten in der Nordeifel – und ganz konkret auch in Weyer.

    Der Name Wibbelstetz stammt aus dem lokalen Dialekt. Übersetzt bedeutet er etwa Wackelschwanz und beschreibt ein unruhiges, lebhaftes Kind. Treffender hätte man eine Band kaum benennen können, die seit mehr als vier Jahrzehnten für temperamentvolle Auftritte, augenzwinkernden Humor und musikalische Energie bekannt ist.

    Schon früh wurde deutlich, dass hier nicht einfach nur Musik gemacht wurde. Wibbelstetz schuf etwas Eigenständiges und versteht sich bis heute als EifelRock-Band. Lieder in Eifeler Mundart, die gleichzeitig unterhalten, erzählen, lachen lassen und ein Stück Heimat bewahren, wurden dabei zu ihrem unverwechselbaren Markenzeichen.

    Musik, mit der Weyer aufgewachsen ist, hat im Ort bis heute einen festen Platz. Viele Menschen erinnern sich an Kirmesabende, Vereinsfeste, Familienfeiern oder gesellige Runden, bei denen die Songs der Band gespielt wurden. Die Texte wurden mitgesungen, Refrains auswendig gelernt und Melodien über Generationen weitergegeben.

    Bis heute genießen viele Titel Kultstatus. Dazu zählen etwa Himbeermarmelad, En der ahle Kaschemm, Dat rude Ribbelche, Treck dat Hemp us, Adelche, Mir senn von höngerm Bröddezong und Nempt mich möt. Diese Lieder stehen für Erinnerungen, gemeinsame Erlebnisse und ein Lebensgefühl, das tief mit der Eifel verbunden ist.

    Auch unvergessen sind die Konzerte im alten Saal Hochgürtel in Weyer. Für viele Besucher waren diese Abende weit mehr als gewöhnliche Auftritte. Sie standen für ausgelassene Stimmung, volle Säle und jene besondere Nähe zwischen Band und Publikum, wie sie nur in einem Heimatort entstehen kann. Noch heute wird in vielen Gesprächen gerne an diese legendären Veranstaltungen erinnert.

    Mundart als Markenzeichen war von Beginn an ein zentrales Merkmal von Wibbelstetz. Während vielerorts Mundart immer mehr verschwand, zeigte die Band, dass Platt modern, unterhaltsam und publikumswirksam sein kann.

    Mit ihren Liedern trug die Gruppe entscheidend dazu bei, dass Sprache, Ausdrucksweise und typische Eigenarten der Region erhalten blieben. Viele Zuhörer finden sich in den Geschichten wieder: im Dorfleben, im Humor, in kleinen Alltagsbeobachtungen und im unverwechselbaren Menschenschlag der Eifel. So wurde Wibbelstetz über die Jahre nicht nur eine Musikgruppe, sondern auch ein kultureller Botschafter der Region.

    Über zehn Alben entstanden im Laufe der Jahre. 2024 veröffentlichte die Band nach 19 Jahren Pause wieder ein Album mit Liedern in Eifeler Mundart: unter dem Titel „Sujet von ejal“. Damit wollte sie ein Zeichen setzen und die von Bandchef Günter Hochgürtel angeregte Initiative „Mir kalle Platt“ unterstützen, um vor allem bei jüngeren Menschen dafür zu werben, wieder mehr den heimischen Dialekt zu sprechen.

    Bekannt weit über die Eifel hinaus wurde die Band durch zahlreiche Auftritte. Neben unzähligen Konzerten in der Heimatregion war Wibbelstetz unter anderem in der Aktuellen Stunde des WDR zu sehen. Auch international machte die Gruppe Station – etwa beim German Heritage Festival 2003 in Kutztown, Pennsylvania, sowie bei Auftritten in der Bretagne und im französischen Nyons.

    Als legendär gelten bis heute die Konzerte an der Kakushöhle bei Mechernich, wo Wibbelstetz seit 1988 immer wieder auftritt und regelmäßig dorthin zurückkehrt. Diese besonderen Veranstaltungen sind für viele Fans feste Höhepunkte, sobald sie angekündigt werden, und haben längst Kultcharakter. Trotz aller Bekanntheit blieb die Band ihrer Herkunft immer treu. Ein Großteil der Anhängerschaft stammt bis heute aus der Eifel und besonders aus dem Raum Mechernich und umliegenden Gemeinden.

    Die Band heute ist auch nach Jahrzehnten auf der Bühne weiterhin aktiv und erfolgreich. Zur heutigen Besetzung gehören Günter Hochgürtel als Sänger und Gitarrist, Linus Krämer am Akkordeon, Jürgen Schroeder am Schlagzeug, Michael Metzele an der Gitarre sowie Rolf Krüger am Bass.

    Der 06.06.2026 wird deshalb weit mehr als nur ein Konzerttermin sein. Beim großen Open Air zum 100-jährigen Jubiläum des SV Concordia Weyer kehrt Wibbelstetz dorthin zurück, wo ein Teil der Geschichte begann. Einer der ersten Auftritte als Mundartduo Wibbelstetz fand bereits im Sommer 1986 statt, als Günter Hochgürtel gemeinsam mit Linus Krämer beim Jubiläumskommers zum 60-jährigen Bestehen des SV Concordia Weyer im Saal Hochgürtel Eifellieder im Dialekt sang. Unterstützt wurden sie damals von Adolf Korth an der Basstuba. Vierzig Jahre später werden sie nun in voller Besetzung beim 100-jährigen Jubiläum des Weyerer Klubs auf dem Sportplatz aufspielen und abrocken. Mit den Bläck Fööss steht zudem eine weitere Kultband des Rheinlands auf der Bühne – schmunzelnd könnte man meinen, dass an diesem Abend kaum zu sagen sein wird, wer eigentlich als Hauptact gilt. Es wird ein Wiedersehen mit vielen Erinnerungen, ein Fest für Generationen und ein Abend, an dem Heimat nicht erklärt werden muss, sondern gemeinsam gesungen wird.

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